Montag, 24. Juni 2013

Das Snake Dog IPA der Flying Dog Brewery

Dieses India Pale Ale kaufte ich in Straßburg (wie auch einige andere noch folgende in diesem Blog) in dem kleinen Bierparadies „La Village de la Bière“ in der Nähe des Straßburger Münsters. Von der Flying Dog Brewery hatte ich vorher nie gehört, aufgrund meines momentanen nicht stillbaren Durstes auf diverse Ales nahm ich mir eine Flasche mit – nicht zuletzt wegen des stark an „Fear and Loathing in Las Vegas“ erinnernden Designs. Und es ist tatsächlich so: Das Artwork der Flying Dog Brewery kommt von Ralph Steadman, dem Zeichner der Hunter S. Thompson Werke! Krasser Shit. Die Flying Dog Brewery, welche ihren Sitz in Frederick im US-Bundesstaat Maryland hat, gibt es seit 1990. Man braut dort Ales mit Namen wie „Gonzo Imperial Porter“, „Doggie Style“ (Best Pale Ale in America 1991, Great American Beer Festival) oder eben „Snake Dog IPA“, welches ich in besagtem Laden ergattern konnte.

Nun zum Bier: Beim Öffnen strömt einem zunächst einmal der unverkennbar fruchtige IPA Geruch in die Nase, zu dem sich dezente Röstmalz-Aromen gesellen. Die fast schon bedrohlich wirkende bernsteinig-rötliche Farbe der Schlange sorgt für große Spannung beim ersten Schluck. Sofort haut einen der Hopfenhammer um und es wird zunächst einmal ganzschön herb um die Zunge. Von den Früchten ist hier erst mal fast nichts zu spüren und auch im Abgang wirkt das Ale eher vollmundig und schwer. Hat der Gaumen sich aber nach einiger Zeit daran gewöhnt, klopft auch wieder exotisches Obst an und es ergibt sich zusammen mit leichten Röstnoten ein, für mich immernoch ziemlich schweres, aber insgesamt doch rundes Geschmackserlebnis.

It snakes down the throat like a faithful friend“ steht auf dem Etikett. Na von mir aus!

Gutes IPA mit einem (nicht nur optischen) Wiedererkennungswert. Prost!


Fakten: 7,1% vol., Stammwürze/BE: Keine Angabe

Kommentare:

  1. Oh das liest sich gut und erinnert mich irgendwie etwas an das von mir probierte "Holy Shit Ale" von Thorsten Schoppe. Auch vollmundig und schwer allerdings kommen die Fruchtaromen gut durch. In der jetzigen Abfüllung wurde der IBU Wert lt. seiner Aussage von 100 sogar auf 160 angehoben. Könnte also noch etwas mehr pepp reinbringen.

    http://ausfluege-in-die-biermatrix.blogspot.de/2013/06/schoppe-brau-berlin-holy-shit-ale.html

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  2. Ui das klingt geschmacklich tatsächlich ähnlich! Ich fand schon, dass die 7,1% beim Snake IPA ganzschön ins Gewicht fielen. Bei 10% war es bestimmt noch ne Ecke heftiger! Das Holy Shit hatte ich auch in meinen Händen, werde ich beim nächsten mal mitnehmen. Das "minutenlange Riechen" kenne ich übrigens - der Geruch ist bei den Ales einfach zu betörend ;)

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