Mittwoch, 3. Juli 2013

Das Amarsi IPA aus dem BrauKunstKeller

Freunde der Bierkultur!

Es fällt mir schwer einen Anfang für dieses Bier zu finden, aber ich fall gleich mal direkt mit der Tür ins Haus: Die Ales aus dem BrauKunstKeller sind zur Zeit meine absoluten Lieblinge und ich bekomme nicht genug von ihnen. Erwische ich mich doch permanent im Getränkeladen meines Vertrauens während ich meine letzten Groschen für den Schmaus aus dem Odenwald verscheuer! Aber beginnen wir mal von vorn.


Im Jahre 2000 wurde der BrauKunstKeller gegründet mit dem Ziel Bier in Deutschland neu zu denken. Hochwertige Zutaten, totale Hingabe zum Handwerk sowie die "Extraportion Liebe" sollen zu neuen Geschmackserlebnissen führen, fernab von dem allseits Bekannten. Mit dem Motto "life is too short to drink bad beer" dienen dabei die in Deutschland immer beliebter werdenden stark gehopften (India) Pale Ales als Vorbild. Diese wurden schon im 19. Jahrhundert in England und Schottland für die Kolonialtruppen der indischen Kronkolonien gebraut. Durch hohen Hopfen- und Alkoholgehalt stand damals weniger der Geschmack, sondern eher die Haltbarkeit des Bieres im Vordergrund. Heutzutage werden die meisten IPAs noch durch eine zusätzliche Hopfengabe verfeinert (hopfengestopft) um das Geschmackserlebnis zu verstärken. Wo wir wieder beim Thema wären. Amarsi ist ein Wortspiel aus den beiden Hopfensorten "Amarillo" und "Simcoe", welche bei diesem Ale zur Verwendung kamen. Einmal eingeschenkt lacht einen das kupferfarbene Bier an und trumpft mit einem unfassbaren Fruchtaroma auf. Die Mango steht hier klar im Vordergrund, aber auch Orangenschalen vermischen sich mit Karamellmalz zu einem süßlich-herben Duft. Farblich bewegt sich das Amarsi folglich im kupfertrüben orange-braun und gibt zusammen mit dem weiß-bräunlichen Schaum und dem stylischen schwarz-weiß Design der Flasche einen für mich genialen ersten Eindruck ab.


Im Antrunk haut einen zuerst die Kohlensäure dieses Starkbieres zusammen mit dem Hopfen um. Hier kommt der Freund der starken, intensiveren IPAs auf seine vollen Kosten, dennoch war ich fast schon erstaunt über die 7,1%, denn die kommen garnicht so extrem zur Geltung. Vielmehr wird im Anschluss ein wohliges Aroma erzeugt, das von einem Karamellmantel, der die freundlich-süßlichen Mangos und Orangen umschließt, getragen wird. Dieser Eindruck hält sich und hält sich und hält sich...Er friert geradezu ein und verweilt noch sehr lange mit einer gewissen Viskosität auf der Zunge und man kommt kaum runter vom Lecker-Schmecker-Amarsi-Trip. Ich finde das echt unfassbar gut und kann auch die anderen Sorten aus dem BrauKunsKeller uneingeschränkt empfehlen.

Insgesamt ein echter Knaller made in Odenwald. Gleich noch eins - Prost!


Fakten: 7,1% vol., Stammwürze: 18°P, Bittereinheiten: 66 IBU

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe 


Kommentare:

  1. @Knusper:
    Freibier für Biertester!
    melde dich unter
    info@braukunstkeller.de

    Beste Grüße!

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  2. Na da schreib ich doch gleich mal ne mail :)

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  3. Ein ganz ähnliches Geschmackserlebnis hatten wir beim Testen des Amarsi IPA auch: Der Geschmack ist einfach eine Wucht. Stark, kräftig, hopfig und dann mit viel Frucht.
    Viele Grüße vom Alkoblog!
    http://www.alkoblog.de

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  4. Nach wie vor meine absolute & unangefochtene Nr.1!!

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