Mittwoch, 10. Juli 2013

Das Barock Dunkel der Weltenburger Klosterbrauerei

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht der allergrößte Fan von dunklen Bieren bin. Seit einer Reise nach Irland vor ein paar Jahren greife ich dennoch ab und an zu einem dunklen Bier oder Stout. Heute habe ich mir kein anderes als das Barock Dunkel der ältesten Klosterbrauerei der Welt zu Gemüte geführt. Das Barock Dunkel aus dem Weltenburger Kloster gewann in den Jahren 2004, 2008 und 2012 den World Beer Cup in der Kategorie "European Style Dark/Münchner Dunkel" - es könnte sich also lohnen. Dachte ich mir.

Eingeschenkt im Glas macht das Bier einiges her und sieht auf den ersten Blick so Pechschwarz wie ein starker Kaffee aus. Hält man es ins Licht funkelt es in einem Rubinrot und macht sich dadurch optisch äußerst interessant. Der Schaum liefert nicht den feinporigsten Eindruck ab und fällt auch relativ schnell in sich zusammen. Hier vermisse ich irgendwie diese "Sahnigkeit" die so manch berühmter Tropfen aus Dublin mit sich bringt. Der Geruch geht von Kaffee über Lebkuchen bis hin zu angebranntem Karamell und hat zum Schluss für mich fast schon was von Lakritz. Geschmacklich bestätigt sich das, leichte Säure trifft auf Russisch-Brot, Espresso und schwarz geröstetes Malz. Die Kohlensäure unterstützt den bitteren Tauchgang im schwarzen Sud, der vom Hopfen getragen wird, ansonsten steht hier aber klar das Malz im Rampenlicht.  Im Abgang winkt dann noch die leichte Süße vom Russisch-Brot und das war's. Vielleicht habe ich mit dunklen Sorten noch nicht so viel Erfahrung, aber ich persönlich kann die vielen Auszeichnungen beim Barock Dunkel nicht so ganz nachvollziehen. Da greife ich bisher doch lieber zu einem "Oyster Stout" aus dem Porterhouse in Dublin. Und wenn ich da gerade mal nicht bin eben zum Guinness aus dem nächsten Getränkemarkt. 

Prost!


Fakten: 4,7% vol., Stammwürze/BE: Keine Angabe

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

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