Freitag, 19. Juli 2013

Das Hopus Primeur 2013 (aka "Schaumkanone") der Brasserie Lefebvre

Heute widme ich mich einem weiteren Bier, das ich im Straßburger Bierladen "La Village de la Bière" kaufte, und zwar dem Hopus der Brasserie Lefebvre. Diese belgische Brauerei, welche über 20 verschiedene Biersorten braut, gibt es seit 1876. Ein ganz besonderes davon soll das "Hopus" sein, bei dessen Herstellung fünf verschiedene Hopfensorten zum Einsatz kommen und so einen besonders harmonischen Geschmack erzeugen sollen ("Für Ihr Vergnügen gebraut mit frischem Hopfen von Januar bis April"). Eine weitere sechste Sorte, welche keinen anderen Namen als "Citra" trägt, soll nun beim "Hopus Primeur 2013" der Geschichte noch die (Schaum-)Krone aufsetzen!


Na dann mal los: Den Bügelverschluss der Steinie-Flasche aufgeploppt und schon steigt ein frisch-herber Geruch empor, der dezente Noten von Citrus beherbergt. Beim Einschenken fiel mir sofort auf, dass hier nicht zu wenig Kohlensäure im Spiel ist. Ich habe selten ein Bier erlebt, das so schäumt! Im Übrigen hielt sich die Schaumkrone immens lang, im Prinzip bis zum letzten Schluck - bemerkenswert! Farblich kommt hier ein Spiel aus dunkelgold-gelb mit einer schönen Hefetrübe zustande.


Im Antrunk macht sich natürlich zunächst einmal die bereits erwähnte Kohlensäure moussierend bemerkbar. Der Mundraum wird angenehm von der schaumigen Flüssigkeit ausgefüllt, sodass auch jede Geschmacksknospe die Gelegenheit hat etwas abzubekommen. Aus den diversen Hopfensorten ergibt sich tatsächlich ein ausgewogenes Verhältnis aus Bitter- und Aromahopfen, was ich in dieser Kombination bisher noch nicht wirklich erlebt habe. Die meisten IPAs sind geschmacklich meistens extrem aromatisch, während ein Pils nur mit Bitterkeit zu trumpfen versucht. Beim Hopus hat man es geschafft einen Mittelweg zu gehen - eine gute Idee wie ich finde, die auch ganz ordentlich umgesetzt wurde. Die Ausgewogenheit ist den Belgiern meiner Meinung nach geglückt, als einziges Manko würde ich vielleicht noch die 8,3% erwähnen, welche den Geschmack zeitweise etwas verfälschen. Der bittere Abgang lässt sich davon aber nicht weiter stören, sodass dann eben doch der Hopfen und nicht der Alkohol im Gedächtnis bleibt.

Pas si mal la Brasserie Lefebvre! À votre Santé!


Fakten: 8,3% vol., Stammwürze: Keine Angabe, BE: 40 IBU

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Zucker (von dem ich absolut nichts gemerkt habe), Hopfen, Hefe


Das Hopus gewann im Jahr 2010 die Silbermedaille bei den Australian International Beer Awards (Kategorie: Ales im belgischen und französischen Stil/ Strong Ale golden).



Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben. Und ein weiteres Bier auf meiner Liste ;-)

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  2. Danke! Ich bin mal auf dein Fazit vom Brew Dog Hardcore IPA gespannt :) das Punk IPA hatte ich auch schon mal und hatte wie du absolut nichts dran auszusetzen!

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  3. Der Werbespot ist natürlich schonmal bombe:

    http://vimeo.com/15479031

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