Dienstag, 20. August 2013

Das Illuminatus der Forstner Handbrauerei

Wie im Post von gestern bereits angedeutet habe ich Geschenke aus Österreich bekommen und deshalb starten wir auch direkt mal mit dem ersten durch. Das Illuminatus ist ein obergäriges Starkbier im Stile eines IPA der österreichischen Forstner Handbrauerei in Kalsdorf bei Graz. Gerhard Forstner scheint'n echt starker Typ zu sein, der seinen Weg vom Optikermeister über den Bio-Bauern bis hin zur Brauerei Ich-AG gefunden hat. Dabei steht das Brauen von besonders einzigartigen, bewusst ausgefallenen und bereits mehrfach ausgezeichneten Biersorten im Vordergrund. Echt abgefahren klingt das "Absynthe" und das "Chili-Hotbeer" (muss man sicher mögen...) - ein Blick auf die Homepage lohnt sich aber allemal! Kommen wir aber zum nicht weniger interessant klingenden Illuminatus: Die Rückseite des matten und übersichtlich gehaltenen Labels verrät bereits, dass hier vier verschiedene US-Hopfen (um welche es sich dabei handelt bleibt allerdings Gerhards Geheimnis) sowie eine Eichenfass-Gärung zum Einsatz kamen.


Farblich lässt sich das Ganze in ein typisches IPA Dunkelorange mit rötlicher Tendenz einordnen. Eine ausgeprägte Trübung verleiht dem Bier einen urigen ersten Eindruck. Dieser wird durch den Geruch bestätigt, der sich einerseits natürlich aus den reifen und allseits beliebten Ale-Fruchtstars wie reifer Mango und Orange aber auch holzigen, leicht modrigen Malzaromen zusammensetzt, was ich persönlich als sehr angenehm empfand.



Geschmacklich zieht sich das auch so weiter. Eine unglaublich angenehm trockene Herbe setzt sich von Beginn an durch, wirkt aber nie aufdringlich und harmoniert wunderbar mit der süßlichen Frucht. Als nächstes greift das Eichenfass ein und rundet dezent mit seinem einmaligen Aroma den vollen Malzkörper ab. Auch das Mundgefühl ist durch die trübe, hefige Flüssigkeit und die Kohlensäure äußerst süffig und angenehm. Zurück bleibt letztlich aber wieder der Hopfen und übernimmt das Ruder für einen kompromisslos trockenen Abgang - find ich echt gut! 

Wenn so viele Aromen auf einmal vorhanden und dabei auch noch wunderbar ausbalanciert sind, dann merkt man, dass sich der Gerhard Forstner da wirklich was bei gedacht hat.

Prost!



Fakten: 7,2% vol., Stammwürze/ BE: Leider keine Angabe

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe


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