Freitag, 4. Oktober 2013

Das Honigbier der Brauerei Hofstetten

Ein Mitbringsel meiner Eltern aus ihrem Urlaub in Österreich ist der heutige Test-Kandidat, ein Honigbier, bei dem es sich um eine Art Kooperations-Biobier zwischen den Hochlandimkern und der Brauerei Hofstetten handelt. Dabei sorgt auf Hefe treffender Honig sowohl für den Treibstoff der Gärung als auch für "die ganze Fülle an Aromen und Düften, die dem Honig innewohnen".


Im Glas kann ich dieser Behauptung rein farblich schon mal zustimmen. Ein trübes Hellgelb erinnert stark an Honig während der Nase süßliche Kräuter-, Waldblüten- und Kiefern-Aromen entgegenströmen. Nicht ganz standfest verhält sich der Schaum, der es beim gekonnten Einschenken zu einer kleinen Schaumkrone bringt, die dann aber ziemlich zügig zusammenfällt.


Der Antrunk kommt sanft-süßlich daher und verkauft sich ebenfalls ganz gut. Mir gefällt besonders, dass die angenehm spritzige Kohlensäure das Ganze nicht zu pappig werden lässt. Der Honig wirkt nicht zu süß und ist gut in den vollmundigen Malzkörper eingebettet, es kommen also nicht die gefürchteten Erinnerungen an den Met auf, den ich mal mit 16 getrunken habe. Allerdings hält sich dafür der Hopfen deutlich zurück und liefert somit nur eine leichte Herbe am Rande, die durch etwas Säure unterstützt wird. Mir ist das leider etwas zu wenig Hopfen-Power, welche sicher nicht geschadet hätte. Ansonsten läuft das Honigbier im Abgang leicht prickelnd und süffig die Kehle herunter. Übrig bleibt dann ein Geschmack, der etwas an den Honigtoast vom Frühstückstisch mit anschließendem Sprung ins Kornfeld erinnert. 

Minuspunkte gibt es für Schaum und die schwache Hopfung. Ansonsten können sich naturverbundene Schleckermäulchen das Honigbier durchaus schmecken lassen. Prost!


Fakten: 6,2% vol., Stammwürze: 16,5°P, BE: Keine Angabe

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Honig (4%), Hopfen

Netz: http://www.hofstetten.athttp://www.diehochlandimker.at/

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