Donnerstag, 7. November 2013

Das IPA vom Brauschneider

Sapralott der Brauschneider! Der sitzt in Krems an der Donau in Niederösterreich und braut dort "Bierspezialitäten". Und zwar vier verschiedene: Pilsner, Helles, ein IPA und sogar ein Hanf-Bier. Letzteres würde mich doch sehr reizen, nicht zuletzt weil auch der heilige Bierpapst aus Österreich sehr begeistert davon war. Bei mir steht jetzt jedoch das IPA auf dem Tisch und ich bin sehr gespannt was mich erwartet. Die Flasche mit Drehverschluss besitzt ein schlichtes Design mit klaren Linien und Farben ohne viele Schnörkel. Ich musste komischerweise als erstes an Ahoi-Brause denken. Die Aufmachung gefällt mir schon mal gut.


Im Glas liegt das Bier gelb-orange schimmernd, durch den aufgewirbelten Bodensatz kommt etwas Trübe hinzu. Der Schaum will leider nicht so richtig, geruchlich sind frische Citrus- sowie leichte Kräuternoten und Karamellmalz zu vernehmen. Leider verfliegen die Aromen etwas zu flott, sodass es Zeit für die Verkostung wird.


Der Antrunk verläuft relativ leicht. Die erwarteten Hopfenaromen von Cascade, Columbia und Citra sorgen für eine spritzige Fruchtigkeit mit herben, jungen Citrusfrüchten im Vordergrund, die sich im Einklang mit Bitterhopfennoten paaren und in einen mittelmäßig kräftigen Malzkörper eingebettet sind. Im Hintergrund schweben ein paar Kräuter, welche zusammen mit einer prickelnden Rezenz den ersten Eindruck ordentlich abrunden. Zur Mitte hin wird es leider etwas flach. Den 40 IBU geht kurzzeitig die Puste aus, bevor sich im Nachtrunk jedoch schnell wieder eine angenehm fruchtige Herbe durchsetzt. Sicherlich gehört das Brauschneider IPA mit seinen 5,1% vol. zu den etwas schlankeren Bieren dieser Sorte. Ich finde den Gesamteindruck jedoch schlüssig und fein abgestimmt.

Sapralott, der Brauschneider braut a ordentliches Ale. Knusperfaktor 7/10 - Prost!


Fakten: 5,1% vol., Stammwürze: 12,5°P, IBU: 40

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Columbia, Citra), Hefe


Kommentare:

  1. ...das ist Feedback mit dem man was anfangen kann. THX! Der Braumeister.

    Da du nicht der Einzige warst, der den Durchhänger in der Mitte zu stark findet, haben wir ohne Alc.-Erhöhung beim neuen Sud eine Verstärkung der Mitte mit Cirta gebraut. Erfolg hat sich eingestellt. Danke an dieser Stelle auch Conrad, mit ihm haben wir das schon bei den Braukulturwochen diskutiert.

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  2. Vielen Dank! Das hört sich doch prima an. Dann werde ich mir demnächst mal eine neue Charge IPA besorgen & dazu am besten gleich noch das Hanfbier! :)

    Viele Grüße aus Hessen nach Krems!

    Knusper

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