Sonntag, 1. Juni 2014

Dreifache Hopfenkraft: Das Duvel Tripel Hop 2014

Vor mir steht die Tripel Hop Edition 2014 des belgischen Bieres Duvel, dessen Name übersetzt Teufel bedeutet. Laut Wikipedia rührt der Titel vom hohen Alkoholgehalt der Biere, die seit 1963 von der Brauerei Moortgat in Breendonk gebraut werden. So hat auch dieses Jahrgangsbier einen stolzen Alkoholgehalt von 9,5% und bringt neben Saazer und Styrian Golding als Editionshopfen die Sorte Mosaic mit, welche auf Hopfen der Welt als blumig, fruchtig, tropisch sowie erdig beschrieben wird. Mal sehen, ob sich das in der Verknusperung bestätigen lässt.


Während das Bier ins Glas gleitet macht sich der weiße, grob- bis feinporige Schaum bemerkbar und sorgt für eine breite, standhafte Krone. Farblich bekommt das Auge ein helles Zitrus- bis Pampelmusengelb bei gleichmäßiger Trübe geboten. In der Luft liegt ein intensiver Duft von exotischen Früchten, die in erster Linie an Ananas erinnern. Hinzu mischt sich eine Prise Malz und etwas, das ich als leicht modrig bezeichnen würde, was mir nicht ganz so gut gefällt. Klopft hier bereits der erwähnte erdige Mosaic Hopfen an?


Die Zunge verspürt zu Beginn eine stark prickelnde Rezenz sowie Säure und fühlt sich ein wenig an Sektschorle erinnert. Ansonsten verläuft der Antrunk durchaus frisch, der hohe Alkoholgehalt versteckt sich dabei unheimlich gut und ist kaum zu erahnen. Der Körper ist vollmundig und bildet den Kern, welcher von den drei Hopfensorten umschmückt wird. Diese sorgen für ein tolles Aromenspiel aus Ananas, Traube, Kiwi, Stachelbeere und etwas Pfirsich - geile Kombination! Zum Abgang macht sich dann noch einmal kurz diese erdige Note bemerkbar, die mir einfach nicht zusagen will. Zum Glück verflüchtigt sich die aber sehr schnell und hinterlässt stattdessen eine feine Bittere. Zurück bleiben Katjes-Tropenfrüchte im Nachtrunk und sorgen für ein erfrischendes Finish, das noch lange am Gaumen haften bleibt.

Das Tripel Hop 2014 ist mit seinen 9,5% überraschend erfrischend und bringt überwiegend leckere, fruchtige Aromen mit sich. Ich würde es sogar gut gekühlt als Sommerbier zu einem knusprigen BBQ empfehlen. Aber Vorsicht, da ist kein leichtes Sommerale drin, die kleine Flasche hat es in sich! Knusperfaktor 7/10 - Prost!


Fakten: 9,5% vol.; Stammwürze/IBU: Keine Angabe

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saazer/ Styrian Golding/ Mosaic), Hefe

Netz: http://www.duvel.com/https://www.facebook.com/Duvel.beer

Schaut euch an, wie dem Bierpapst Conrad Seidl das Bier geschmeckt hat:

https://www.youtube.com/watch?v=UZjoVq8OSoo

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